Andalusien: Die Route der Weißen Dörfer

Andalusien, Spanien. Die Strände der Costa del Sol rund um Málaga und Cádiz sind als Touristenhochburg bekannt. Nur ca. eine Autostunde entfernt findet man sich in einer gänzlich anderen Welt wieder: massive Gebirgszüge, weitreichende Olivenhaine und imposante Agaven prägen das malerische Landschaftsbild. Inmitten dieser Idylle reihen sich die Weißen Dörfer (spanisch: Pueblos Blancos) im andalusischen Hinterland aneinander. Die berühmten weiß gekalkten Häuserfronten mit ihren roten Ziegeldächern und den farbigen Blumentöpfen faszinieren und prägen diese bergige Landschaft wie kein anderes Wahrzeichen Andalusiens. Die Dörfer schmiegen sich an die Ausläufer der Berge und faszinieren mit ihrer engmaschigen Architektur sowie verwinkelten und zum Träumen einladenden Gassen. Wer ein Stück urtypsiches Andalusien - fernab des Massentourismus sucht - wird in dieser beeindruckenden und bildgewaltigen Landschaft seine wahre Freude haben.

Traumhafte Postkartenmotive, Wanderrouten und urtypisches Andalusien

Um die 30 Dörfer gehören zur Route der Weißen Dörfer im westlichen Teil der Betischen Kordillere, teils eingebettet in die Sierra de Grazalema und Los Alcornocales. Die höchste Erhebung findet sich im Kalkmassiv um Grazalema mit dem Pico de Pinar (1654 Meter), dem zugleich regenreichsten Ort ganz Spaniens. Nur einige Kilometer weiter östlich in der Gebirgsregion um Ronda ist das Klima bereits deutlich trockener. Die Bewaldung besteht aus Stein- und Korkeichen und der äußerst seltenen spanischen Pinsapo (Tanne). Ganz im Westen um Arcos de la Frontera schließt sich Ackerland an.

Die Route der Weißen Dörfer. Teil 1 von Zahara de la Sierra nach Prado del Rey

Wir beginnen am nördlichen Rand der Sierra de Grazalema. Es wartet Zahara de la Sierra auf sie, ein Ort, der für seine Festung aus der Zeit der Nasriden-Dynastie bekannt ist. Von Zahara de la Sierra aus dauert die Fahrt bis nach Grazalema ca. 30 Minuten mit dem Auto. Man fährt mitten durch den wunderschönen Naturpark der Sierra de Grazalema. Auf der CA-9123 kommt man am Stausee Embalse de Zahara-El Gastor vorbei, der sich ideal eignet, um einen Boxenstopp und zu einer Erfrischung im kühlen Nass einlädt.

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Aktivurlaub Andalusien: Sportler, Wanderfreunde und Panoramaliebhaber werden es lieben!

Wander- und Kletterherzen schlagen in Grazalema höher. Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wander- und Klettertouren in dieser Region Andalusiens. Um Grazalema kann es passieren, dass man schon mal in einen Regenschauer gerät. Die bezaubernde Region ist regenreichste Spaniens. Eine angenehme und erfrischende Abkühlung, wenn man von der heißen und staubigen Küste anreist.

Weiter in Richtung Süden liegt Villaluenga del Rosario. Die Straße dorthin ist gesäumt von Pinaspo-Tannen. Villaluenga del Rosario ist mit 870 Metern über dem Meeresspiegel das höchstgelegende Dorf der Region um Cádiz. Die schmalen und steilen Gassen des Ortes schmiegen sich perfekt an einen Felsen. Insbesondere sehenswert sind die vielen Kirchen, Kapellen des Ortes sowie das beeindruckende Rathaus. Ca. sechs Kilometer von Villaluenga del Rosario liegt Benaocaz. Benaocaz liegt in einer landschaftlich wunderschönen Bergkulisse und besitzt nach wie vor ein arabisches Flair - eine einzigartige Mischung aus andalusischem Lebensgefühl und arabischer Hochkultur.

Weitere sieben Kilometer südwestlich befindet sich Ubrique. Auf dem Weg dorthin liegt die alte römische Stadt Ocuri. Ein idealer Ort für eine kleine Shopping-Tour, denn die hier gefertigten Lederwaren sind weltbekannt. Tipp für Fischliebhaber: nur von 15 Kilometer von Ubrique entfernt liegt El Bosque. Hier findet man die südlichste Forellenzucht Europas.

Ein Genuss für Gaumen und Kulturinteressierte: Torrijas und römische Überreste

Weniger als fünf Kilometer östlich liegt Benamahoma. Der Ort liegt in einem der schönsten Gebiete der Sierra de Grazalema. Besonders sehenswert ist der Tannenwald, den man leicht von Benamahoma erreichen kann. Die letzte Station auf dieser Route ist Prado del Rey. Rund 15 westlich von Benamahoma liegt dieser verschlafene und wunderschöne Ort bereits nicht mehr innerhalb der Grenzen der Sierra de Grazalema. Hier findet man Reste der römischen Stadt Iptuci. Wer hier halt macht, sollte unbedingt die Torrijas (ähnlich "Armer Ritter") probieren. Die andalusische Küche weiß mit vielen Kleinigkeiten und einem guten Tropfen zu überzeugen. Genussliebhaber werden hellauf begeistert sein.

Teil 2: von Puerto Serrano nach Olvera

Teil 2 beginnt in Puerto Serrano, ganz im Norden der Provinz Cádiz. Zahlreiche Kirchen, Kapellen und ehemalige Römersiedlungen prägen diese ehrwürdig historische Stadt. Nächster Boxenstopp ist 30 Kilometer östlich das Örtchen Algodonales. Hier an der Sierra de Líjar dreht sich alles ums Gleitschirmfliegen. Auch wenn sie nicht fliegen, können sie bei gutem Wetter zahlreiche Paraglider am Himmel beobachten. Das ausgedehnte Gleitspiel ist in jeder Hinsicht wunderschön anzusehen und wirkt fast beruhigend und friedlich. Von hier aus geht es 10 Kilometer weiter Richtung Osten nach El Gastor. Der Ort ist der Balkon der Weißen Dörfer, denn er liegt am höchsten von allen Weißen Dörfern. Genießen SIe hier die herrliche Panoramasicht oder besuchen Sie den Dolmen del Gigante, eine rund 6.000 Jahre alte Megalithanlage. Es geht nach Setenil de las Bodegas. Hier gibt es einzigartige Höhlenwohnungen zu besichtigen. Sehenswert sind auch die Reste der Nazarí-Festung aus dem 8. Jahrhundert. Es geht weiter nach Torre Alhaquime, einst Grenze der Königreiche Granada und Kastilien. Besonders sehenswert sind Pfarrkirche Nuestra Señora de la Antigua und die Ruinen der Nasridenfestung.

Teil 2 ist beinahe geschafft: es geht nach Olvera. Hier gibt es die größte Kolonie von Gänsegeiern in Andalusien. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Encarnación und die arabische Festung Castillo de Olvera erheben sich imposant nebeneinander über den Ort und sind definitiv eine ausgiebige Besichtigung sowie atemberaubende Fotos wert.

Teil 3: von Cortes de la Frontera nach Ronda

Der dritte Teil der Route der Weißen Dörfer beginnt in der Provinz Málaga. In Cortes de la Frontera in der Serranía de Ronda. Der Ort liegt an der Grenze der Naturparks Sierra Grazalema und Los Alcornocales. Von hier aus geht es rund 20 Kilometer südöstlich nach Algatocín. Das weiße Dorf beeindruckt mit seinem maurischen Ortskern. Anschauen sollten Sie sich unbedingt die Kirche Nuestra Señora del Rosario, die Kapelle Ermita del Calvario und den Aussichtspunkt Mirador del General. Sie garantieren staunende Augen, wundervolle Erinnerungen und bieten erstklassige Fotomotive. Von Algatocin geht es nach Benadalid (6 km nördlich). Dieser Ort besitzt ebenfalls einen maurischen Ortskern. Das Castillo de Benadalid ist eindeutig die Hauptattraktion.

Der nächste halt ist Benaoján, direkt an der Sierra Grazalema. Hier gibt es einige sehenswerte Höhlen, z. B. die Cueva del Gato und Cueva de Pileta. Sehenswert ist zudem die Kirche Nuestra Señora del Rosario im maurischen Ortskern. Unsere letzte Station auf dieser Route ist Ronda. Eine der ältesten Städte Spaniens ist zugleich auch einer der beliebtesten Touristenorte in Andalusien. Und das völlig zurecht: Die Brücke Puente Nuevo in Ronda, über der Schlucht El Tajo muss man einfach gesehen haben!

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Route der weißen Dörfer: von Algar nach Villamartín

Der letzte Abschnitt der Route der Weißen Dörfer beginnt in Algar, an der nördliche Grenze zum Naturpark Los Alcornocales. Neben einigen sehenswerten Bauwerken, findet man hier auch den größten Stausee der Provinz Cádiz. Nur 23 Kilometer weiter nordwestlich liegt Arcos de la Frontera. Das Örtchen ist eines der schönsten Bergdörfer Andalusiens und wird umflossen vom Río Guadalete. Sehenswert im maurischen Ortskern sind vor allem das Castillo de los Duques und zahlreiche Kirchen und Kapellen. Espera heißt das nächste weiße Dorf in diesem letzten Abschnitt. Vom Castillo de Fatetar haben Sie einen erstklassigen Blick über die Umgebung. Von Espera geht es nach Bornos. Hier am Ufer des Stausees von Bornos kann man eine erfrischende Pause am Ufer einlegen, bevor es weitergeht zu den Resten der ehemaligen römisch-iberischen Siedlung Carissa Aurelia, die nur wenige Kilometer vom Ortszentrum entfernt sind. Der letzte Stopp dieser Route ist Villamartín. Das schönste Bauwerk des Ortes ist die Kirche, Santa Maria de las Cirtudes.

In Andalusien können Sie abseits des Massentourismus wundervolle Tage verbringen, natürlich können Sie auch nur Teilabschnitte der Route befahren. Grundlegend gilt aber der Ausspruch: Wer die Weißen Dörfer Andalusiens nicht gesehen hat, der kennt Andalusien nicht!


TYPISCHES ANDALUSIEN: Zur Romeria nach El Rocio

 Blanca Paloma...

..."Weiße Taube", so nennen die Pilger die weiße Madonna von El Rocio, einem kleinen Ort am Rande des Naturparks Coto Doñana, in dem übers Jahr 800 Einwohner wohnen und bei der Romeria jedes Jahr zu Pfingsten bis zu einer Million Pilger versammelt sind, mit Kutsche, Pferd und Reiter.


Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Andalusien 

Egal, ob an der Küste oder im Hinterland. Hier finden Sie eine große Auswahl an Ferienhäusern, die ihnen als Homebase für einen individuellen und abenteuerreichen Urlaub dienen können. Zu den Häusern geht es hier...


Haus mit Blick über das weite Land und den See

Auf der Straße der weißen Dörfer

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Die Karwoche in Andalusien

Semana Santa

Die "Heilige Woche" hat im gläubig katholischen Andalusien einen hohen Stellenwert. Beeindruckend sind die Prozessionen in der Woche vor Ostern in denen die Heiligen durch die Straßen der Stadt getragen werden. 

Wir haben den Erschaffer dieser Heiligenfiguren kennengelernt.

El Gastor



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